Hast Du Dich schon einmal gefragt, wie ein Wellenreiter (Surfer) trainiert, der gerade kein Wasser zur Verfügung hat? Oder ein Windsurfer, für den längere Zeit nicht die leichteste Brise weht? Oder ein Snowboarder, dem über Monate hinweg der Schnee fehlt? Die Antwort ist ganz einfach: Brettsportler greifen in solchen Phasen gerne zum sogenannten Balance Board oder auch Wackelbrett! Einerseits natürlich, um außerhalb der jeweiligen Saison nicht aus der Übung zu kommen.

Andererseits aber auch deshalb, weil man damit wunderbar Ausdauer, Koordination und Gleichgewichtssinn sowie zusätzlich eine Vielzahl an Muskeln trainieren kann. Und das ist noch nicht alles, was Du mit einem solchen Board anstellen kann.

 

Was genau ist eigentlich ein Balancebrett?

Unter einem Balance Board, das zum Beispiel auch Wackelboard genannt wird, versteht man in der Regel ein zweiteiliges Trainingsgerät. Dieses besteht zum einen aus einer ebenen Fläche, auf die man sich – je nach Übung – sitzt, legt oder mit beiden Füßen beziehungsweise mit einem Fuß stellt. Dabei kann der Untergrund entweder über eine längliche oder eine runde Form verfügen. Unter dem Brett oder der Scheibe befindet sich außerdem eine Kugel oder eine Rolle, auf dem man sein eigenes Körpergewicht ausbalanciert.

Nicht ohne Grund wird das Board auch als Wackelbrett bezeichnet – darauf das Gleichgewicht zu halten erfordert echten Körpereinsatz und jede Menge Muskelkraft. Je nachdem, welche Machart dem Balancebrett zugrunde liegt und ob die beiden Bestandteile fest miteinander verbaut sind oder nicht, fällt das Training mehr oder weniger anstrengend und effektiv aus.

Wo liegen grundsätzlichen die Unterschiede?

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Modelle, die jedoch alle auf dem gleichen Prinzip basieren. Eine größere, etwas dickere Platte wird auf einen kleineren, instabilen Untergrund gesetzt. Der obere Teil kann beispielsweise die Form von einem Skateboard oder Surfbrett haben. Bei dem dazugehörigen Unterteil handelt es sich normalerweise um eine lose Rolle oder Kugel.

Aufgrund des geringeren Schwierigkeitsgrades ist ein Balance Board mit Rolle für Anfänger eher geeignet. Darüber hinaus ist auch eine sogenannte Kreisel-Variante erhältlich. Hierbei handelt es sich um ein rundes Balancebrett mit einer halben Kugel, die fest an der Unterseite in mittiger Position montiert ist. Diese Trainingsgeräte erfordern noch nicht so viel Ausdauer, Kraft und Koordinationsvermögen wie die Modelle, die aus zwei separaten Teilen bestehen. Sie sind deshalb perfekt für den Einstieg geeignet.

Weitere Unterschiede sind bei dem jeweils verwendeten Material zu finden. Weit verbreitet ist das Board in einer Variante komplett aus Holz. Sehr beliebt sind mittlerweile allerdings auch Modelle aus MDF-Faserplatten (einem Holz-Werkstoff), Kunststoff oder Hartplastik. Genau in dieser Reihenfolge genannt, verfügt das Sportgerät auch über immer weniger Gewicht. Denn im Normalfall ist massives Holz um einiges schwerer als die restlichen aufgeführten Materialien – vor allem im Vergleich zu Hartplastik.

Darüber hinaus unterscheiden sich die Wackelbretter natürlich auch in ihrer Größe und der maximalen Belastbarkeit. So gibt es das Balance-Boards nicht nur für kleine und große Menschen sowie Leicht- und Schwergewichte. Es sind sogar Modelle erhältlich, die explizit für Kinder – zumeist in runder Form – gefertigt werden und bei denen die Sicherheit absolute Priorität hat.

Weiterhin sind für Kinder zum Beispiel auch Wackelbretter erhältlich, auf deren Stehfläche kleine Kugeln durch ein Labyrinth geleitet werden müssen. Sie erfüllen somit erst auf den zweiten Blick den Zweck eines Trainingsgerätes und dienen vorrangig als sinnvolle Freizeitbeschäftigung, verbunden mit Spaß und Spiel. Was das verwendete Material angeht, wird beim Balancebrett für Kinder Kunststoff gegenüber Holz in den meisten Fällen bevorzugt.

 

Ich möchte mir ein Wackelbrett kaufen. Worauf muss ich achten?

Wenn Du Dir selbst ein solches Board kaufen willst, musst Du Dir selbstverständlich im Klaren darüber sein, wofür Du es genau verwenden möchtest. Auch Deine Größe und Dein Gewicht sowie das aktuelle Ausmaß Deiner körperlichen Fitness spielen eine wichtige Rolle. Eventuell ist es sogar sinnvoll, Dir zunächst gezielt ein Balancebrett zu kaufen, das qualitativ ausreichend, vom Preis her aber eher günstig ist. Zumindest dann, wenn du es noch nie ausprobiert hast oder aufgrund fehlender Erfahrungen noch nicht weißt, in welche Richtung das Training konkret gehen soll.

Um ein gutes Balance Board möglichst günstig zu kaufen, lohnt es sich auf jeden Fall, den Preis von ähnlichen Modellen bei verschiedenen Anbietern zu vergleichen. Solltest Du selbst noch keine Erfahrungen mit Sportgeräten dieser Art gesammelt haben, kann Dir sicherlich ein Testbericht bei der Auswahl helfen. Bei einem solchen Test erfolgt in der Regel ein Vergleich von Produkten, die augenscheinlich sehr beliebt und somit auf dem Markt bereits etabliert sind.

Zudem können diese meist bei diversen Händlern – online und stationär – erworben werden, sodass ein aussagekräftiger Preisvergleich möglich ist. Darüber hinaus deckt ein Test zum Thema Wackelbrett häufig mehrere Segmente ab, indem er zum Beispiel sowohl günstige als auch preislich höher angesetzte Modelle bewertet. Im Idealfall werden im Testbericht auch unterschiedliche Materialien beziehungsweise Macharten bewertet.

Wichtig ist außerdem, dass am Ende ein Testsieger genannt wird. Hierfür werden nicht nur solche Eigenschaften wie etwa eine hochwertige Verarbeitung oder starke Belastbarkeit hinterfragt und überprüft. Um zum begehrten Sieger gewählt zu werden, muss das Produkt in erster Linie durch einen Aspekt überzeugen – nämlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor allem über die bekannte Online-Plattform Amazon steht interessierten Käufern eine riesige Auswahl verschiedener Balancebretter zur Verfügung.

Ob Du Dich nun für ein Modell von Kettler oder Energetics interessierst, nach einem Produkt von Indo oder SportPlus suchst oder lieber zu einem Powrx oder Twist Balance Board greifst – zu all diesen Fabrikaten wirst Du fündig. Außerdem verfügen die meisten Artikel über Rezension von bisherigen Käufern, die Du Dir hervorragend zunutze machen kannst, um eine finale Kaufentscheidung zu treffen.

 

Gibt es ein Board, das besonders empfehlenswert ist?

Ein Wackelbrett, das sich für anspruchsvolle Einsteiger ideal eignet, ist das MFT Balance Board. Das Fitnessgerät mit dem Namen Fit Disc gehört nicht unbedingt zu den günstigsten Varianten. Seine herausragenden Eigenschaften sind allerdings jeden Cent wert. Zum einen wird das MFT Balance Board für die Verwendung in den Bereichen Fitness und Kraftsport sehr häufig empfohlen.

Es kann aber auch im Rahmen physiotherapeutischer Behandlungen hervorragend eingesetzt werden. Ob Du nun Verletzungen auskurieren, Verspannungen lösen, diverse Muskelpartien in nahezu allen Regionen Deines Körpers stärken oder den Gleichgewichtssinn trainieren möchtest – mit dem Wackelbrett von MFT alles kein Problem.

Obendrein sind im Lieferumfang mehrere Anleitungen, auf DVD und in gedruckter Form, für Übungen enthalten. Übrigens: Das Besondere an der Fit Disc ist, dass Du über ein akustisches Signal direkt Feedback vom Gerät bekommst, ob Du die Übungen richtig oder falsch ausführst. So kann beim Training fast nichts mehr schiefgehen.

 

Was kann ich mit dem Balancebrett alles machen?

Doch nun genug zu den theoretischen Hintergrundinformationen. Sicherlich interessiert Dich brennend, wie Du Dieses Sport-Gerät nun in der Praxis einsetzen kannst. Grundsätzlich bietet das Wackelbrett vielerlei Einsatzmöglichkeiten. Wie bereits anfangs erwähnt, wird es von Sportlern als Trainingsgerät verwendet, die ihre Sport-Art normalerweise auf einem Brett ausüben. Hierzu gehören unter anderem Snowboardfahrer oder Surfer.

Ein guter Gleichgewichtssinn, Stabilität sowie eine überdurchschnittliche Ausdauer sind für Boarder aller Art extrem wichtig. Durch den instabilen Untergrund eines Wackelboards wird der Körper diesbezüglich stark gefordert, muss die zum Ausgleich benötigten Muskeln besonders schnell ansprechen und wird dadurch insgesamt flinker und geschickter.

Darüber hinaus können mit einem gezielten Training die enorm beanspruchten Muskeln an Bauch, Beinen und Rücken gestärkt werden, dies ist auch der Trainingsansatz des Balance-Pads. Ein weiterer Pluspunkt: Brettsportler können durch Balance Trainingsgeräte ihr Verletzungsrisiko drastisch reduzieren, indem sie zum Beispiel Übungen für die Knie und das Sprunggelenk in ihr Training mit einfließen lassen.

Nebenbei bemerkt, ist dieser Anwendungsbereich auch für Skifahrer und Fußballer höchst interessant. Für das Surf Training mit dem Balance Board gibt es im Übrigen sogar eigens dafür kreierte Surf Balance Boards. Sie ähneln nicht nur rein optisch einem Surfbrett. Der Sport auf dem Wasser lässt sich damit tatsächlich auch ohne den normalerweise notwendigen Untergrund relativ gut simulieren.

 

Inwiefern ist Sport mit dem Balance Board sonst noch möglich?

Möchtest Du Dein Wackelbrett dagegen für den Aufbau bestimmter Muskelgruppen nutzen, solltest Du hierfür zunächst einen eigenen Trainingsplan erstellen. Wähle für Dein Workout mit dem Balance Board gezielt die Übungen aus, die die von Dir gewünschten Körperareale ansprechen. Normalerweise findest Du bei allen Übungen für den Balance Trainer entsprechende Hinweise dazu, welche Muskeln genau trainiert werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, das Board als Ersatz für andere Fitnessgeräte zu benutzen, vorhandene zu ergänzen oder bereits bekannte Übungen zu variieren. Ganz wichtig – vor allem dann, wenn Du bei Deinem Training noch ganz am Anfang stehst: Stell Dich immer barfuß darauf! So kannst Du die Bewegungen am besten steuern und bekommst schneller ein Gefühl für den richtigen Umgang mit dem Sportgerät.

Versuche darüber hinaus, Deine Arme so wenig wie möglich einzusetzen. Ideal ist es, wenn Du lediglich Deine Füße und Beine sowie die Rumpfmuskulatur dazu benutzt, um dem Verlust des Gleichgewichts entgegenzusteuern. Grundsätzlich kannst Du bei vielen Dir bereits bekannten Übungen den Schwierigkeitsgrad ganz einfach erhöhen, indem Du das Brett als Unterlage beziehungsweise Sitzkissen benutzt.

Egal ob bei Liegestützen, Sit-ups oder Kniebeugen – den Unterschied beim Trainingseffekt wirst Du schnell deutlich zu spüren bekommen. Gerade die Bauchmuskeln sprechen darauf besonders gut an. Möchtest Du Dich nach einiger Zeit langsam steigern, so kannst Du je nach Übung zusätzlich kleine Gewichte verwenden. Generell gilt, möchtest Du mit dem Training auch Deinen Sinn für Gleichgewicht deutlich verbessern, solltest Du viele Übungen einbauen, die im Stehen stattfinden.

 

Wo und in welcher Form wird das Gleichgewichtsbrett außerdem eingesetzt?

Neben seiner steigenden Beliebtheit in den Bereich Fitness und Krafttraining wird das Wackelbrett, wie bereits erwähnt, ebenfalls zur Unterstützung einer Physiotherapie häufig verwendet. Viele Übungen sind nicht nur besonders gut für den Rücken. Auch Defizite an den Beinen, wie zum Beispiel nach einer Knieverletzung oder einem Kreuzbandriss, können damit auf sanfte Weise, aber mit großer Wirkung behandelt werden.

Sportler auf dem WackelbrettDabei reicht das Training von leichtem Hin- und Her- beziehungsweise Vor- und Zurückwippen über Ausfallschritte bis hin zum einbeinigen darauf Stehen. Während dessen zeigt der andere Fuß zum Beispiel nach oben oder tippt auf den Boden. Gerade bei Übungen, die stehend absolviert werden, wirkt sich das Training positiv auf den Rücken aus. Um die Balance zu halten, muss vor allem die tieferliegende Rückenmuskulatur entlang der Wirbelsäule aktiv mitarbeiten – perfekt, um dort festsitzende Verspannungen zu lösen. Das Nonplusultra bei der Ausführung wird erreicht, wenn zusätzlich noch ein Medizinball hoch gehalten wird. Damit sind alle Muskelgruppen von der Sohle bis zum Scheitel angespannt.

Eine einfache Übung, bei der es vorwiegend um das Beibehalten des Gleichgewichts geht, ist das einfache Ausbalancieren im etwa schulterbreiten Stand. Schwieriger wird es, wenn Du dabei etwas in die Knie gehst und dann Deinen Rumpf abwechselnd nach links und rechts drehst.

Übungen, die Du im Rahmen einer Physiotherapie durchführst, solltest Du zunächst immer nur gemeinsam mit Deinem Therapeuten durchführen. Erst wenn Du Dich auf dem Balancebrett sicher fühlst und Deine Bewegungen hundertprozentig korrekt ausfallen, kannst Du das Workout auch alleine zu Hause absolvieren. Schließlich sollen die Übungen auf dem Balance Board in diesem Fall eine Verbesserung Deiner Gesundheit und Beweglichkeit bewirken. Durch Unkenntnis können sich dagegen leicht Fehler einschleichen, die kleinere wie größere Schäden verursachen können und somit unbedingt zu vermeiden sind.

Ein Sport- und Trainingsgerät mit vielen Facetten.

Insgesamt gibt es unendlich viele Erfahrungen, die dafürsprechen, mit dem Balance Board zu trainieren. Auch für all diejenigen, die mit Brettsportarten nicht das Geringste zu tun haben, ist das Wackelbrett ein wertvolles Trainingsgerät. Und wer bis jetzt weder über Schmerzen noch sonstige Beeinträchtigungen verfügt, die mit diesem Wunderwerkzeug beseitigt werden könnten, kann genauso bereits für später vorbeugen. Ein wenig mehr Ausgeglichenheit und Stärke tut schließlich jedem von uns gut dem hilfreich sind auch viele gymnastische Anwendungen.